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Die Frage nach den Farben

Verfasst von Philipp Traue   //  
Verfasst von Philipp Traue
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FSS Jour Fixe sind vieles – lehrreich, unterhaltsam und immer gesellig. Nur eines sind sie nie: einseitig. Das galt auch für unseren jüngsten Termin, zu dem wir am 19. Juni bei hochsommerlichen Temperaturen im Herzen von Hannover mit Blick auf den Maschsee zusammenkamen.

Im Mittelpunkt stand ein Thema, das unseren Projektalltag täglich und unmittelbar prägt: Kommunikation. Und damit wurde es sogar unerwartet farbenfroh. Dass diesem Themen-Universum an einem einzigen Tag nicht beizukommen war, hatte sich schon in der Vorbereitung abgezeichnet. Schließlich kommuniziert jeder von uns jeden Tag – mal bewusst, mal rein intuitiv. Und Beratung ist neben fachlicher Expertise eben vor allem genau das: Kommunikation.

Sie ist unser wesentlicher Beitrag zum Erfolg von IT-Projekten. Entsprechend breit war das Teilnehmerfeld: vom intuitiven Einsteiger bis zum erfahrenen Kollegen mit bereits geschultem Vorwissen – und alle sollten voneinander profitieren. Diese Kern-Herausforderung hatte das Orga-Team früh im Blick und den Ablauf konsequent darauf ausgerichtet.

Zwei Ziele standen fest:

  1. Ein belastbares Wissensfundament zur Kommunikation in IT-Projekten herstellen – und zwar für alle Berater
  2. Mit diesem Fundament anhand echter Projektbeispiele Wege aufzeigen, wie sich Kommunikation besser einsetzen lässt

Kommunikation können wir?

Für die Grundlagenarbeit war uns wichtig, die Steuerung in die Hände von Experten zu legen. Gefunden haben wir sie in Kommunikationstrainer Axel Weber von der 4 Business Akademie und seinem „Büfett der Kommunikation". Er verstand es, in diesem Format die wesentlichen Theorien moderner – nicht nur beruflicher – Kommunikation fokussiert aufzutischen und ihren praktischen Nutzen greifbar zu machen.

Dass sich sowohl die gesprochene Botschaft (Kommunikationsquadrat) als auch die beteiligten Persönlichkeitstypen (DISG-Modell) in Farben einteilen lassen, sorgte für lebhafte Diskussionen – vor allem rund um die echten Fälle, die wir anschließend bis zum Ende des Vormittags gemeinsam erörterten. Rückblickend war das der wohl wertvollste Erfahrungsaustausch des Meetings und lieferte nützliche Handreichungen für den Alltag.

Und obwohl in den allermeisten Analysen und Verbesserungsvorschlägen erstaunliche Einigkeit herrschte, sorgte ausgerechnet eine Randfrage für unerwartetes Diskussionspotenzial: die altehrwürdige dienstliche E-Mail – und die damit verbundene Frage, ob Farben und Schriftstile dort überhaupt etwas zu suchen haben, spaltete die Runde. Unterm Strich gilt hier augenzwinkernd: „We agree to disagree."

Von Provokationen und Idioten

Vom Mittagessen gestärkt, lag der Nachmittag in unserer eigenen Hand: keine externe Anleitung mehr, dafür eine interaktive Präsentation aus den eigenen Reihen samt Diskussion, die den Puls noch einmal steigen ließ.

Mit zugespitzten Plattitüden und Klischees aus allen Bereichen der Kommunikation in IT-Projekten konfrontiert, bekamen die Erkenntnisse des Vormittags eine neue, sehr lebhafte Bühne, denn „Statusmeetings dienen nicht nur der Beweissicherung". Wir und unsere Projektumfelder sind doch besser als so manche zynische Annahme.

Einen humorvollen und harmonischen Schlusspunkt setzte schließlich Geschäftsführer Christoph Jacobs, der uns mit Thomas Eriksons Buch „Alles Idioten!?" noch einmal mitten hinein in die Welt der vier Farben von Kommunikationstypen führte.

Was wie ein spontaner Einfall wirkte, war bewusst gesetzt: Mit ausgewählten Passagen schlug er den Bogen zurück zum DISG-Modell des Vormittags – und gab nebenbei eine klare Leseempfehlung für alle, die tiefer in die Farbtypenlehre einsteigen wollen.

Welcher Farbe man sich selbst zuordnet, das bleibt jedem selbst überlassen. Jeder einzelne Beitrag bot reichlich Stoff, um noch tiefer einzusteigen – Stoff, dem wir auf kommenden Jour Fixes mit Sicherheit weiter nachgehen werden.

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