Testmanagement in der Praxis: Drum prüfe, wer den Fehler findet

Inhaltsübersicht:

Als Testmanager arbeitet man fast immer in zu knappen Zyklen

Als Testmanager hat man es mit allen drei Beteiligten (Entwickler, Projektleiter, Kunden) zu tun und übernimmt in größeren Projekten häufig auch die Rolle eines Teilprojektleiters.

Für jedes Projekt bringt der Testmanager seinen „Werkzeugkasten“ mit, den er ständig erweitert und der mit den Anforderungen „mitwächst“. Dieser „Werkzeugkasten“ hilft mitunter auch in Zeitnot. Und die ist beim Testen eigentlich immer gegeben.

Oft als destruktive Tätigkeit angesehen, wird anfangs wenig Zeit für das Testen eingeplant. Meist wird kurz vor dem Releaseeinsatz bzw. der Produktionsübergabe gestartet und dann ist vom ursprünglich vorgesehenen Zeitraum meistens nur noch ein kleines Zeitfenster übrig.

Hier helfen Ansätze wie bspw. „Test First“ bzw. testgetriebene Entwicklung, bei der Testfälle streng vor den zu testenden Komponenten erstellt werden. Erst wenn diese Testfälle mittels der implementierten Funktion positiv verlaufen sind, wird weiter implementiert.

Nebenbei erzielt man hiermit auch eine höhere Testabdeckung als bei üblichen Black-Box-Tests. Weniger technisch, aber langfristig auch deutlich zeitsparender als übliche manuelle Tests ist das sogenannte „Keyword driven Testing“. Immer wiederkehrenden Abläufen und Objekten werden Schlüsselwörter zugewiesen, die die Wiederverwendbarkeit von Release zu Release erhöhen und den Anpassungsaufwand an den Testfällen deutlich senken.

Mit diesem Instrument aus dem „Werkzeugkasten“ streift man bereits den Bereich der Testautomatisierung, der in Zeiten immer kürzerer Releasezyklen, dynamischeren Kundenanforderungen und wechselnden Frontends deutlich an Bedeutung gewinnen wird.