Der Integrationsarchitekt: Ein Spezialist mit Allrounder-Fähigkeiten

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Komplexität lässt sich nicht verstecken

Wesentliche Teile einer Integrationsplattform sind der Enterprise-Service-Bus (ESB) sowie ein Verfahren für das IT-gestützte Business-Process-Management. Hier lässt sich zwischen den Produktsuiten großer Hersteller wie IBM, SAP und Oracle wählen oder aber man implementiert eine schlanke und individuelle Lösung mit Hilfe von quelloffenen Tools und Bibliotheken.

Firmen tendieren häufig dazu, die Produktlösungen der strategischen IT-Partner einzusetzen, zumal die Versprechen dieser Suiten wie Kapselung der Komplexität, grafische „Programmierung“ und ein All-In- On-Ansatz auf den ersten Blick verlockend erscheinen.

Tatsächlich wird hier aber nicht beachtet, dass das technisch anspruchsvolle und vielschichtige Umfeld keine schwergewichtigen Anwendungen benötigt, die den Fokus auf einfache Bedienung und scheinbaren Komfort legen. Viel wichtiger ist es, auch bei unvorhergesehenen Problemstellungen bestmögliche Transparenz und Eingriffsmöglichkeiten zur Verfügung zu haben.

Der Integrationsarchitekt ist idealerweise ein Softwareingenieur mit einem entsprechenden Selbstverständnis. Dies bedeutet nicht, das Rad immer neu erfinden zu wollen, wohl aber selbst die Kontrolle über die Entwicklungsumgebung und das zu entwickelnde System zu haben. Im Zweifel muss er auch mal bis in den Quellcode einer Business-Process-Engine abtauchen können um individuelle Erweiterungen einzubauen oder hartnäckigen Fehlern nachzuspüren. Hier ist man bei geschlossenen Systemen häufig auf den Support der Hersteller angewiesen.