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„Gemeinsam besser werden“

Verfasst von Gudrun Porath   //  
Verfasst von Gudrun Porath
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Mark Flemming ist seit 2014 Geschäftsführer der auf Qualitätsmanagement spezialisierten FSS-Tochter Quality Management Consulting. Im Interview spricht der passionierte Kampfsportler über Verantwortung, seine Vorstellung von Führung und warum ein gutes Team und ein klares Profil so wichtig sind.

Mark, wie bist du zu FSS gekommen?

Mehr durch Zufall. Nach vielen Jahren in verschiedenen Führungspositionen und unterschiedlichen Unternehmen habe ich festgestellt, dass ich regelmäßig den Job gewechselt habe, weil sich aus meiner Sicht zu viel Routine eingestellt hat. Am Ende fehlte mir immer die Abwechslung. Deshalb habe ich mich selbstständig gemacht.

In meinem ersten Projekt lernte ich Roland Schaper von FSS kennen. Wir haben sofort gemerkt, dass wir fachlich wie menschlich gut zusammenpassen. Das Projekt lief über mehrere Jahre, und am Ende stand die gemeinsame Erkenntnis: Das hat nicht nur gut funktioniert, das hat richtig Freude gemacht. So haben wir dann die FSS QUALITY MANAGEMENT CONSULTING gegründet.

FSS ist ein Unternehmen mit flachen Strukturen. Wie gestaltet ihr Führung in diesem Umfeld?

Im Einsatz beim Kunden sind wir alle Berater – nicht Geschäftsführer oder Mitarbeitende in bestimmten Rangstufen. Wir stehen gemeinsam im Projekt und oft ist gar nicht erkennbar, wer welche Rolle innerhalb von FSS hat. Und das ist auch gut so.

Nach innen gibt es natürlich trotzdem Strukturen – und eine klare Verantwortung. Als Geschäftsführer bin ich nicht nur beratend tätig, sondern habe auch eine zweite Rolle: Ich kümmere mich um interne Prozesse, Finanzen, Geschäftsentwicklung und bin für mein Team da. Das ist sozusagen mein „zweiter Job“ neben dem Projekteinsatz.

Wie beeinflusst dein beruflicher Werdegang dein persönliches Verständnis von Führung?

Mein Führungsverständnis ist stark geprägt vom Kampfsport. Dort ist der Trainer zwar in der Rolle des Lehrenden – aber er bleibt gleichzeitig lebenslang ein Lernender. Dieses Bild passt für mich gut: Führung bedeutet, andere zu begleiten und zu unterstützen, ohne selbst stehen zu bleiben. Es geht nicht darum, über jemandem zu stehen, sondern darum, gemeinsam besser zu werden, mit unterschiedlichen Verantwortungen, aber auf Augenhöhe.

Führung bedeutet für mich zum einen, Orientierung zu geben, eine Vision zu entwickeln, Geschäftsmodelle weiterzudenken und Entwicklungsbedarfe frühzeitig zu erkennen. Zum anderen aber auch, ein Team so aufzustellen und zu entwickeln, dass es in der Lage ist, die Anforderungen auch umzusetzen. Klarheit im Denken, Wertschätzung im Miteinander und ein echtes Interesse daran, Menschen wirksam werden zu lassen, das ist für mich wichtig.

Viele Unternehmen leiden an einer hohen Fluktuation. Bei euch ist das nicht so. Wie gelingt euch das?

Ich frage mich dabei oft: Was hält mich eigentlich selbst seit über zehn Jahren bei FSS? Die Antwort ist einfach – es ist die Kombination aus zwei Themen: inhaltlich anspruchsvolle Projekte und ein Team, welches diesen Namen wirklich verdient.

Lass mich mit dem Team anfangen. Einer unserer Kollegen hat es einmal sehr treffend formuliert: „Viele sagen, wir sind ein Team – aber hier habe ich es zum ersten Mal wirklich erlebt.“ Er erzählte, dass er bei einer Frage einfach einen Kollegen aus einem anderen Projekt angerufen hat. Der Kollege hat sich sofort Zeit genommen, um mit ihm gemeinsam das Problem zu lösen. Kein Verweis auf interne Dokumentationen, keine Hürden. Dieses Miteinander ist für uns selbstverständlich. Niemand steht alleine beim Kunden.

Das Zweite sind die anspruchsvollen Kundenprojekte: Wir sind ein mittelständisches IT-Beratungshaus mit einer überschaubaren Größe und kurzen Entscheidungswegen. Gleichzeitig arbeiten wir in Großprojekten in Konzernen. Diese Kombination aus persönlicher Nähe und fachlicher Relevanz erleben viele als sehr attraktiv. Es ist ein „kleines, verlässliches Zuhause“ mit großen, spannenden Aufgaben.

Welche Eigenschaften sollten Menschen mitbringen, die gut zu FSS passen?

Ein gutes Fundament ist für uns die Kombination aus Branchenwissen, Methodenkompetenz und einem echten Verständnis für die Welt unserer Kunden. Wer den Kontext versteht, kann besser beraten.

Wer bei FSS arbeiten möchte, sollte außerdem ein echtes Interesse an IT mitbringen. Wir müssen als Berater den Gesamtüberblick über breite Themenfelder behalten und verstehen wie IT funktioniert. Denn dann können sie unseren Kunden auch vermitteln, welchen Weg wir gehen oder welche alternative Lösungen in Frage kommen.

Was unterscheidet FSS aus deiner Sicht von anderen Unternehmen in der Branche?

Zwei Bereiche machen uns besonders stark: individuelle Softwareentwicklung mit damit verbundener Fachlichkeit und die Steuerung großer IT-Projekte – gerade bei Migrationen oder der Einführung neuer Systeme.

Wir entwickeln nicht einfach Software, sondern sind häufig auch die Fachexperten, die mit dem Kunden auf Augenhöhe über Inhalte sprechen können. Unsere Leute bringen nicht nur IT-Know-how mit, sondern kennen sich auch im jeweiligen Geschäftsumfeld gut aus.

In IT-Großprojekten übernehmen wir zentrale Steuerungsfunktionen – unabhängig von Umsetzungsdienstleistern. Neben Projektleitung oder PMO stellen wir auch das Release Management, das Lieferungen über Testphasen bis zur Inbetriebnahme koordiniert, sowie das Test Management, das mit klaren Qualitätskennzahlen Transparenz schafft. So ermöglichen wir eine effektive, unabhängige Projektsteuerung aus einer Hand.

Meine Erfahrung zeigt: Unsere Haltung prägt die Art, wie wir Projekte umsetzen. Viele unserer Kunden kommen jedenfalls immer wieder auf uns zu. Und das freut uns natürlich.

Und wie steht ihr zum Thema Wachstum?

Das Thema Wachstum gehen wir differenziert an. Natürlich wollen wir uns weiterentwickeln, aber nicht um jeden Preis. Unsere derzeitige Größe hat viele Vorteile: ein starkes Betriebsklima, flache Strukturen, persönliche Zusammenarbeit und ein hoher Qualitätsanspruch, den wir gegenüber unseren Kunden und auch uns selbst haben.

Wir glauben nicht, dass sich diese Qualität beliebig skalieren lässt. Deshalb ist unser Ziel nicht das schnelle Wachstum, sondern Stabilität. Wir wollen unsere Größe bewusst halten, punktuell durch Partnerschaften ergänzen und zugleich das, was FSS heute ausmacht, auch in den nächsten Jahren erhalten.

Zum Abschluss: Der Beratungsmarkt ist ein sehr agiler Markt. Wo siehst du FSS in fünf Jahren? Welche Entwicklung strebt ihr an?

In der Vergangenheit haben wir bewiesen, dass wir auch in schwierigen Zeiten verlässlich arbeiten. Diese Krisenfestigkeit wollen wir uns erhalten. Ich bin überzeugt, dass sie in Zukunft noch wichtiger wird.

Wir setzen weiterhin auf das, was uns ausmacht: Teamgeist, technisches Know-how, Branchenverständnis und fachliche Tiefe. Unser Anspruch ist es, klassische IT-Kompetenz mit aktuellen Entwicklungen zu verbinden. Denn auch hinter neuen Trends stehen immer IT-Systeme, die stabil und sauber laufen müssen. Genau das ist unser Beitrag.

Unser Ziel ist es, für unsere Kunden wie für unsere Mitarbeitenden ein verlässlicher und kompetenter Partner zu bleiben. Klar im Profil und offen für neue Themen.

Vielen Dank für das Gespräch!


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