Internet 2020: Spionage, Sabotage und Datendiebstahl

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IT-Sicherheitsgesetz 2.0

Die Schadensfälle machen deutlich, dass bessere Prävention und schnelle professionelle Expertenhilfe im Notfall entscheidend sind, heißt es unisono seitens BSI, BKA, VDMA und Bitkom. Nur die Informationssicherheit ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Digitalisierung. Mit Instrumenten wie der Allianz für Cyber-Sicherheit, der sich inzwischen fast 4.000 Unternehmen angeschlossen haben, oder dem neuen IT-Sicherheitsgesetz 2.0 möchte der Staat den Herausforderungen begegnen.

Das BSI soll mit dem neuen Gesetz mehr Kompetenzen in der Prävention von Cyber-Kriminalität bekommen. So soll es verpflichtende Mindeststandards in der IT-Sicherheit setzen und kontrollieren dürfen. Geplant ist auch, unsichere Systeme aufzuspüren, zu hacken und die Daten per Fernzugriff zu löschen. Angriff soll die bessere Verteidigung sein.

Kritiker sehen sowohl im Gesetzentwurf als auch in der Gründung der „Agentur für (disruptive) Innovationen in der Cybersicherheit“ (ADIC) eine Weichenstellung hin zu einer stärker offensiv geprägten Cyber-Strategie des Staates. Nach dem Vorbild der amerikanischen DARPA wird die deutsche ADIC Forschung finanzieren, um einerseits der Aufrechterhaltung der Inneren Sicherheit zu dienen.

Zum anderen werden gezielt digitale Waffen für die Zwecke von Polizei und Militär entwickelt. Das bedeutet, dass sich die Bundeswehr künftig stärker im Bereich der Cybersicherheit engagieren wird. Innen- und Verteidigungsministerium finanzieren den Etat der ADIC zu gleichen Teilen. Die Behörde erhält 200 Millionen Euro innerhalb der ersten fünf Jahre. Investitionen in die Informationssicherheit werden zum Schlüsselfaktor der 2020er-Jahre.