Internet 2020: Spionage, Sabotage und Datendiebstahl

Inhaltsübersicht:

Die Lage der Nation

Nach Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) belief sich die Zahl der Cyber-Attacken im Jahr 2018 auf rund 87.000 Fälle. Das sind allerdings nur die Angriffe, die der Polizei gemeldet wurden. Die Aufklärungsquote liegt bei knapp 39 Prozent. Drei Viertel davon waren Computerbetrug, also Hacker-Attacken auf Unternehmen mit dem Ziel des Datendiebstahls.

Eine Umfrage des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ergab, dass bereits mehr als ein Drittel der vom VDMA befragten Mitglieder von Produktionsausfällen berichten. Der Grund sind Hackerangriffe mit teilweise nachgelagerter Erpressung. Kapitalschäden verzeichnen bereits die Hälfte der befragten Unternehmen. Laut Branchenverband Bitkom sollen im Jahr 2018 zirka 70 % der deutschen Unternehmen nachweislich durch Datendiebstahl, Spionage und Sabotage betroffen gewesen sein.

Insbesondere mittelständische Unternehmen sind dabei für die Angreifer interessant. Sie sind statistisch zwar genauso gefährdet wie größere Unternehmen, haben in der Regel aber nicht die gleichen Ressourcen wie große Konzerne zur Schadensabwehr. Auch führt mangelndes Gefahrenbewusstsein oft zu nachlässiger Prävention oder Absicherung.

Unternehmen müssen sich die geschäftskritische Bedeutung der IT viel deutlicher bewusstmachen und verstehen, dass nicht nur Großkonzerne von Hackerangriffen betroffen sind. Wichtig ist es vor allem, die Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren.