Leben 3.0: Ein Blick in die Zukunft

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Was wäre, wenn sich die Zukunft voraussagen – oder besser: beeinflussen ließe? Was wäre, wenn die Menschheit ihren Fortbestand in den nächsten Jahrzehnten für immer in die Hand einer künstlichen Intelligenz legt? Noch nie waren wir so weit entwickelt wie heute. Nie war die Chance größer, die Erde zu einem gerechten Platz für alle zu machen. Aber zu welchem Preis?

Mit diesen Fragen leitet der schwedische MIT-Professor Max Tegmark in sein interessantes Werk zum Leben 3.0 ein. Die Menschheit steht vor einer „Intelligenzexplosion“. Einfache, sich wiederholende, linear ablaufende Tätigkeiten könnten in allen Lebensbereichen komplett von einer allumfassenden Superintelligenz übernommen werden.

Dieser Moment der Übernahme wird in Fachkreisen als „Singularität“ behandelt. Laut Zukunftsforscher Raymond Kurzweil sind um das Jahr 2045 die Maschinen erstmalig intelligenter als alle Menschen zusammen. Dies sei der Punkt, an dem die Menschen ihre Biologie hinter sich lassen. Diese konkrete Jahreszahl wird nicht von allen Experten unterstützt und manche sehen die Singularität erst später eintreten. Aber dass sie wirksam wird, bestreitet niemand.

Laut Tegmark erreicht „kein Lebewesen eine Lebensspanne von einer Million Jahren, niemand kann sich das Gesamtvolumen von Wikipedia merken, sämtliche bekannten Wissenschaften erlernen oder eine Reise ins Weltall ohne ein Raumschiff antreten.“

Für das Erreichen dieser Ziele müsse das menschliche Leben einem Upgrade unterzogen und auf eine neue Versionsstufe angehoben werden. „Leben 3.0 wird sein eigenes Schicksal meistern und endlich vollständig von seinen evolutionären Fesseln befreit sein.“ Aber was bedeutet das genau?